Bloggen oder nicht bloggen …

Heute will ich also wieder etwas bloggen.

Und spontan fällt mir dazu ein: Warum blogge ich eigentlich?

Ist es irgendeine Form von Selbstbestätigung, sozusagen der Drang, irgendetwas in diese Welt zu setzen, was auch von anderen gesehen wird, also quasi die Sehnsucht nach dem Wahrgenommen-werden? Oder der Drang, sich mal austoben zu können, ohne gesellschaftliche Normen im Nacken zu haben, die bei jedem direkten „realen“ Gespräch unweigerlich eingehalten werden müssten?

Zumindest könnte das den Sucht-Faktor erklären, der von Blogs, Chats, Twitter, FB etc. ausgeht. Ist es so, dass Worte mein wahres Ich besser wiederspiegeln können als mein realer Körper in Aktion, oder ist die Art, wie ich mich online gebe, eigentlich nur ein Zerrbild, eine Aufhübschung meines unperfekten Daseins?

Vielleicht haben wir generell das Prinzip „Internet“ falsch verstanden. In vielen Fällen hat sich ja die digitale Vernetzung als äußerst effektiv erwiesen, jüngst wieder im Fall von Carola Rackete. Vielleicht ist es DAS geeignete Medium, um über menschliche Grenzen hinweg zu schreiten, sich global solidarisch zu vernetzen und einen Beitrag dafür zu leisten, dass Menschlichkeit in dieser Welt bestehen bleibt. Statt ein Duck-Face aufzusetzen und das hundertfünfzigste Party-Foto zu posten.

Gemeinschaft suchen statt Egozentrismus ausleben, die Ähnlichkeit im Anderen suchen, statt die Außergewöhnlichkeit im Eigenen künstlich hochzutreiben.

Also

WIDER DEN DUCK FACES!

HOCH DIE INTERNATIONALE DIGITALE SOLIDARITÄT!

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